| Jürgen
Primbs im Gespräch über seine Zeit
beim DJK SB München-Ost, die Probleme des Vereins
und seine Ziele in 2004.
Sie sind der Trainer von
DJK SB München-Ost (Damen III und A Jugend). Wie
viel Arbeit steckt da hinter?
Mit Jugendlichen hat man immer viel Arbeit. Man muss
Ihnen ja anfänglich auch beibringen, dass es im
Sport und im Leben ohne Fleiß keinen Preis gibt,
d.h. Schule, Eltern, Freunde/Freundinnen, Party, Ernährung
und Sport wollen ja auf einen gemeinsamen Nenner gebracht
werden. Wenn man dann auch noch 2 bis 3 mal pro Woche
trainiert und am Wochenende Spieltag hat, bzw. Meisterschaft,
Trainingslager, usw. dann ist der Aufwand nicht unbedingt
gering.
Wie lange sind Sie schon
in diesem Verein in welchen Funktionen tätig?
Ich arbeite seit ca. 12 Jahren als Trainer und zum Teil
als Manager in diesem Verein und habe von Bayernliga
und Regionalliga Herren und Damen bis zur E-Jugend weiblich
schon alle möglichen Mannschaften hier trainiert.
In den letzten Jahren versuchte ich auch im Management-Bereich
mehrere Trainer und Vorstandskollegen für die Arbeit
beim DJK-SB München-Ost zu gewinnen. Mittlerweile
sind diese Management-Aufgaben an die neu hinzugekommenen
Volleyballverrückten übergegangen, allen voran
Jochen Seitz, der den Neuaufbau der weiblichen Jugend
vorantreibt und Max Birkelbach, der als sportlicher
Leiter fungiert.
Warum arbeiteten Sie so lange
Zeit in diesem Verein?
Weil mich die Arbeitsweise und die Einstellung unseres
Abteilungsleiters Peter Wahrendorff überzeugt hat,
der neben dem Sport auch den Menschen selbst immer in
den Vordergrund stellt – und dies seit über
20 Jahren.
Wo liegen die größten
Probleme des Vereins? Beim Geld, der Motivation, der
Zeit oder bei fehlender Unterstützung?
Der Verein ist seit Jahren sehr gut geführt und
hat sich in ganz Oberbayern und zum Teil darüber
hinaus auch einen guten Namen gemacht. Wie immer fehlt
es natürlich entweder am Geld oder an der ehrenamtlichen
Arbeit, was in der heutigen Zeit – noch dazu in
einer Großstadt – immer seltener zu erhalten
ist. Und um auf vielen Ebenen gute Vereinsarbeit machen
zu können (Management, Trainer der 1. Mannschaft,
Jugend-Trainer, Trainer der 2./3. Mannschaften und im
Freizeit-Volleyballbereich), bedarf es vieler fleißiger
Hände. In letzter Zeit ist die finanzielle Situation
durch die Politik sicherlich in diesem Bereich noch
zusätzlich verschärft worden.
Welche Zielen haben Sie für
2004?
Im Jahr 2004 schließe ich gerade eine 6-jährige
Trainingsphase ab, in der ich mir zusammen mit einigen
Trainer-Kolleginnen und -Kollegen vorgenommen habe eine
1. Damenmannschaft in der Regionalliga zu haben, die
mit so vielen Eigengewächsen aus der Jugend gespickt
ist wie möglich. Dies konnten wir in diesen 6 Jahren
Trainings- und Planungsarbeit auch verwirklichen. Der
Grossteil der A-/B-Jugendlichen spielt im Augenblick
in einer unserer beiden Landesliga-Mannschaften, wobei
eine Mannschaft den Aufstieg in die Bayernliga zum Ziel
hat. Hier kämpfen wir gerade noch darum. Aus diesen
beiden Mannschaften sähen wir gerne in den nächsten
Jahren unsere Damen 1 Spielerinnen. In der A-Jugend-Meisterschaft
wäre es schön, wieder mal auf die Bayerische
Meisterschaft zu kommen, wobei die Südbayerische
Pflicht sein sollte.
Am 24./25. Januar 2004 fand
die Oberbayerische Meisterschaft in Lohhof statt. Wie
ist es ausgegangen?
Wir konnten den 1. Platz und damit die Goldmedaille
holen in einem hochklassigen Endspiel gegen unseren
Dauer-Rivalen SV-Lohhof. Mit diesem Jahrgang haben wir
in den 6 Jahren 5 mal die Oberbayerische Meisterschaft
gewonnen und einige Mädchen haben sogar alle 5
Goldmedaillen, wie Marc Spitz der Schwimmer.
Ein letztes Wort?
Es ist schön auf die vergangenen 6 Jahre zurück
zu blicken und jetzt zu beobachten, wie aus den ehemals
11- und 12-jährigen Mädchen junge Damen geworden
sind, die nicht nur im Sport ihre Frau stehen.
Wir wünschen Ihnen
viel Erfolg und weiter so!!
Danke – mal sehen wie lange ich Beruf, Familie
und Hobby noch unter einen Hut bringen kann.
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